Interview mit David Seidl: "Es liegt an uns selbst, wo wir am Ende stehen!"

Outlaws-Stürmer David Seidl im Interview mit Aaron Frieß über die bisherige Spielzeit, die Stimmung in der Kabine und das Saisonziel.


Dave, mit zehn Spielen ist die erste Hälfte der Spielzeit vorbei. Wie bewertest du die erste Saisonhälfte?


David Seidl: Sie war sehr durchwachsen! Wir haben viele Punkte unnötig liegen lassen. Zudem gab es auch einige Spiele, in denen offenbart wurde, dass der Sport auch manchmal durch Fortuna entschieden wird. Wir hoffen jetzt alle gemeinsam auf eine bessere zweite Saisonfälfte.

© Aaron Frieß | David Seidl hofft gemeinsam mit seinen Mitspielern auf eine bessere zweite Saisonhälfte.
© Aaron Frieß | David Seidl hofft gemeinsam mit seinen Mitspielern auf eine bessere zweite Saisonhälfte.

Am Sonntag habt ihr endlich wieder ein Heimspiel, wo ihr auf die zweite Mannschaft von FASS Berlin trefft. Was erwartest du von diesem Spiel?

 

David Seidl: Ich erwarte eine geschlossene Mannschaftsleistung über 60 Minuten. Der müssen dann natürlich auch drei Punkte folgen, welche uns unserem Saisonziel ein Stück näher bringen sollen. Aber auch eine tolle Unterstützung von den Rängen erwarte ich. Das ist immer eine zusätzliche Motivation in unseren Heimspielen.


Seit der Verletzung unseres Kapitäns Christian Müller, trägst du das "A" auf der Brust. Beflügelt dich das Amt des Assistenzkapitäns oder hat es für dich keine große Bedeutung?

 

David Seidl: Nein. Ob "C", "A" oder die Rückennummer auf dem Trikot. Dies spielt für mich alles keine Rolle. Sicher übernehme ich die mir übertragene Aufgabe als Assistenzkapitän gern, jedoch ist es wichtiger, inwiefern ich der Mannschaft mit meiner Erfahrung und der Einsatzbereitschaft helfen kann, um erfolgreich zu sein!


Du bist seit der Gründung bei den Outlaws. Merkt man, dass in der Kabine aufgrund der angespannten sportlichen Situation eine andere Atmosphäre herrscht, als in der vergangenen Serie?

 

David Seidl: Prinzipiell nicht. Ich denke, wir sind auch von der Vorsaison etwas verwöhnt. Wir sind in dieser Spielzeit von vielen Verletzungen geplagt, sicher sind nach einer Niederlage alle gefrustet. Aber wenn dies nicht so wäre, dann wären wir keine Sportler. Jeder möchte gewinnen. Doch die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist hervorragend und bekanntlich lernt man durch Negativerlebnisse und diese spornen einen ja auch an!


Teams wie Preussen und Chemnitz haben unter der Woche teilweise vier mal Training. Aufgrund der wenigen Eiszeiten in Crimmitschau könnt ihr nur zwei mal oder manchmal, wie vor dem Chemnitz-Spiel, gar nicht trainieren. Wie kommt das Team mit den wenigen Trainingseinheiten zurecht?

 

David Seidl: Unsere Trainingszeiten sind wirklich miserabel. Gerade durch die späte Dienstagszeit (21:45 Uhr), können Leute die in Mittel- oder Nachtschicht arbeiten, nie trainieren. Ein kleiner Kern kann das Training wahrnehmen. Es ist aber nie möglich in kompletten Reihen oder das Überzahlspiel zu trainieren. Das macht es uns in einigen Spielen, wie in Chemnitz, sehr schwer. Dem Team fehlen dann die nötigen Reserven, um solche knappen Partien doch noch zu unseren Gunsten zu entscheiden.


Die Verantwortlichen haben nun mehrmals untermauert, dass das Saisonziel nur der 3. Platz sein kann. Siehst du das auch so?

 

David Seidl: Theoretisch schon! Es liegt an uns selbst, wo wir am Ende stehen. Gemeinsam müssen wir am Strang des Erfolges ziehen und alle restlichen Spiele mit höchster Konzentration und Einsatzbereitschaft spielen. Dann können und werden wir dieses ausgegebene Ziel auch erreichen.

 

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

TABELLE 2016/17

Staffel 1
1 Outlaws 24
2.
EHC Erfurt 1b 18
3 ESV Halle 1b 15
3 Dresden Devils 13
5. Kojoten Erfurt 3
6 Leipziger EC 2
     
Stand: 02.02.2017
 

NÄCHSTES SPIEL

So., 19.02.2017 - 18:30Uhr

Kunsteisstadion im Sahnpark

Outlaws     
vs.
      
:

Leipziger EC

   

LETZTES SPIEL

So., 29.01.2017 - 15:30Uhr

Kunsteisstadion im Sahnpark

Outlaws   
vs.
      
:

Dresden Devils