Outlaws fahren einen Sieg und viel Selbstvertrauen ein!

Outlaws setzen sich gegen Dresden mit 4:2 durch, verlieren einen tag später aber beim Ligaprimus Preussen Berlin.

 

Die Westsachsen traten am Samstag in Dresden bei den Eislöwen II an und gewannen das Duell mit 4:2. Am Sonntag stieg in Berlin das Topspiel der Regionalliga Ost und es sollte – dank aller Beteiligten – ein denkwürdiges Spiel werden!

 

Westsachsen setzen sich gegen Verfolger Dresden mit 4:2 durch

DRESDEN - Die Outlaws Crimmitschau, konnten am letzten Samstag einen enorm wichtigen Dreier im Derby gegen den direkten Konkurrenten ESC Dresden landen. Sie gewann die Partie mit 4:2. Die Westsachsen, die nach der Verletzung von Phillip Behring ihre Reihen erneut umstellen mussten, aggierten mit 3 Sturm- und 2 Verteidigungsreihen. Matthias Kunz konnte auch auf Marcus Löffler wieder zurückgreifen.

Aaron Frieß | Goalie Sergey Saakyan mit einer Glanzparade gegen Christoph Donath-Franke.
Aaron Frieß | Goalie Sergey Saakyan mit einer Glanzparade gegen Christoph Donath-Franke.

Das Spiel in Dresden begann für die Outlaws denkbar ungünstig, schon nach 27 Sekunden konnte Paul Hennig mit einem Nachschuss zum 1:0 für die Elbestädter einschieben. In den nächsten Minuten nach dem Treffer blieb Dresden spielbestimmend und hielt die Abwehr um Kapitän Christian Müller ganz schön auf trab. Erst ab circa der 10.Spielminute wurden die Crimmitschauer besser und nutzen ihre läuferischen Fähigkeiten für erste Chancen. Dustin Hered scheiterte aber im Alleingang ebenso, wie nur wenige Minuten später im 2-1 mit Christoph Donath-Franke, am Dresdner Keeper. Beide Teams bekamen in den nächsten Minuten Chancen in Überzahl den nächsten Treffer zu markieren, beide scheiterten aber immer wieder an den gut aufgelegten Torhütern. In der 19. Spielminute passierte es dann aber, Rico Löbel konnte den Ausgleich für die Westsachsen erzielen. Der Puck rutschte nach etwas Verwirrung durch Beine von Saakyan im Tor der Dresdner. Roy Engler, der in der internen Teamscorerliste Erster ist, konnte sogar 2 Sekunden vor Ablauf des 1.Drittels sogar die 2:1 Führung markieren.

 

Der 2. Abschnitt begann wie der erste endete, mit einem Tor der Outlaws. Erneut war es Rico Löbel, der einen schönen Pass von Jan Gruß in der 23. Minute zum 3:1 im Dresdner Tor unterbringen konnte. Danach nahmen die Outlaws jedoch zuviele Strafzeiten und brachten die Blau-Weissen zurück ins Spiel. Mit dem Bewusstsein, das die Dresdner ein gutes Überzahlspiel hatten, zeigten die Crimmitschauer Konzentration und Beherztheit und ließen keinen Gegentreffer zu.

 

Auch im dritten Drittel waren beide Teams in etwa auf Augenhöhe.

Nichts desto trotz, konnte David Seidl wieder einen frühen Treffer für die Crimmitschauer markieren, er traf aus spitzem Winkel mit einem haltbaren Schuss zum 4:1. Die Outlaws ließen jetzt die Zeit für sich spielen, doch Dresden war jederzeit brandgefährlich, dass beweisen auch die 50 Torschüsse auf den Kasten von Marcus Werner. Doch es reichte nicht, sie konnten das Ergebnis nur noch durch einen späten Treffer in doppelter Überzahl auf 2:4 verkürzen. Die Outlaws gewannen damit das Verfolgerduell und traten schon am Sonntag mit breiter Brust in Berlin bei den Preußen an und wollten dort an ihre Leistung in Dresden anknüpfen.

Eislöwen Dresden II - Outlaws Crimmitschau 2:4 (1:2, 0:1, 1:1)

Outlaws:

Werner - Müller, Buschmann; Quietzsch, Löffler - Maaßen, Engler, Seidl; Luckner, Löbel, Gruß; Hered, Donath-Franke, Backhaus - Trainer: Matthias Kunz

 

Tore:

1:0 (00:27) Paul Henning (Niels Böttger)

1:1 (18:29) Rico Löbel (Marcus Löffler)

1:2 (19:58) Roy Engler (Marcus Maaßen)

1:3 (22:05) Rico Löbel (Jan Gruß)

1:4 (41:02) David Seidl (Marcus Maaßen, Jörg Buschmann)

2:4 (59:38) Ivo Flöter PP2

Outlaws schrammen hauchdünn am Punktgewinn vorbei

BERLIN – Schon im Vorfeld der Begegnung war klar, dass das Schiedsrichterduo nicht auf dem Niveau der beiden Mannschaften rangierte, aber dazu später mehr. Bei Beginn des Spiels zeigten die Preußen mehr Initiative, was sich in Geschwindigkeit und starkem Druck beim Forechecking sowie einem soliden Aufbau in der eigenen Zone zeigte, und ihnen zu einem besseren Spielstart verhalf. Dies wurde schon in der 6.Minute durch Scardino im Nachschuss belohnt.

Aaron Frieß | Nach einem irregulären Treffer der Preussen eskalierte die Situation. Luckner hier im Fight mit Berlins Menge.
Aaron Frieß | Nach einem irregulären Treffer der Preussen eskalierte die Situation. Luckner hier im Fight mit Berlins Menge.

Doch die Outlaws wurden besser und kamen gegen den Tabellenführer immer mehr in Tritt, erkämpften sich mehrfach große Chancen die aber allesamt von Guthke vereitelt wurden. Die schlechte Ausbeute der Outlaws sollte sich bemerkbar machen, denn kurz vor Drittelende, um genau zu sein neun Sekunden vor Schluss, zog Nico Jentzsch trocken nach der blauen Linie ab und erhöhte die Führung Berlins auf 2:0. Das Schussverhältnis war zu diesem Zeitpunkt 12:11 für die Outlaws!

 

Das zweite Drittel begann ziemlich ausgeglichen, denn die beiden Teams egalisierten sich zusehends. Trotzdem war eine leichtes spielerisches Übergewicht der Preußen nicht zu übersehen. Ziemlich genau zur Hälfte der Spieldauer wurde dann auch die erste Strafe ausgesprochen und die Outlaws durften sich im Powerplay versuchen, waren aber leider nicht erfolgreich. In der 36. Minute folgte dann ein folgenschwerer Treffer der Berliner, der das komplette Spiel in eine andere Richtung lenkte. Einen Schuss der Hauptstädter konnte Marcus Werner nur nach vorn abprallen lassen und den Nachschuss drückte Fabian Wagner für alle sichtbar – gut, nicht für alle – mit dem Schlittschuh ins Tor. Wilde Proteste und Reklamationen der Crimmitschauer stießen beim Schierigespann auf taube Ohren, sie hatten es definitiv nicht gesehen. Sie fragten stattdessen den Torschützen und der bestritt natürlich alles. Das ist Sportsgeist wie er im Buche steht und einem zukünftigen Meister überhaupt nicht würdig. Er hätte, wie Miroslav Klose vor einiger Zeit, Fairness walten lassen können, hielt dies aber nicht für nötig. Das Spiel gewann dadurch ungemein an Härte, da die Sachsen sich zu Recht unfair behandelt fühlten und ein Zeichen setzen wollten, was lediglich auf die falsche Art und Weise geschah. Berlin nutze die aufgeheizte Stimmung zum 4:0. Das eigentliche Problem war jedoch, dass die beiden Unparteiischen es verpassten, die kleinen Strafen und Nickligkeiten konsequent zu pfeifen und ihnen somit das Spiel zusehends aus der Hand glitt.

 

Es kam was kommen musste: Sabastian Luckner geriet mit Goalie Guthke aneinander und die Schlägerei begann. Auf beiden Seiten wurden zwei Spieldauerstrafen verhängt. Für Crimmitschau mussten Luckner und Löbel duschen gehen, auf Seiten der Berliner traf es Menge und Grunwald. Es ist schwer zu beurteilen, was Schiedsrichter Möhring, der wohl bemerkt auch noch Berliner Schiedsrichter Obmann ist, zu diesem Zeitpunkt in seinen Notizblock notierte, doch Guthke, der das Ganze mit auslöste, stand unverständlicherweise nicht auf seinem Zettel.

 

Das Gute daran war, dass sich die Outlaws dadurch womöglich ihren ersten Treffer sichern konnten. Roy Engler traf in der 37.Minute direkt vom Bully durch die Beine von Guthke. Danach stand der Goalie wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Tony Backhaus – ob Absicht oder nicht – lief den Torwart der Preussen über den Haufen. Die beiden blieben auf dem Eis liegen und Backhaus wurde von mehreren Hauptstädtern geschlagen, was zu einer erneuten Eskalation auf dem Eis führte und wieder erst nach einigen Minuten von den Schiedsrichtern geklärt wurde. Die Outlaws erhielten durch die erneute Prügelei eine fünfminütige 5-3 Überzahlsituation. Coach Kunz ließ darauf drängen, die Drittelpause vorzuziehen um wieder etwas Ruhe in das Geschehen zu bringen. So kam es dann auch, das die knapp 90 verbleibenden Sekunden erst nach der Eisbereitung gespielt wurden und dann der Seitenwechsel für den letzten Abschnitt erfolgte.

 

Die Sachsen taten sich im dritten Drittel schwer, in Formation zu kommen, was jedoch Roy Engler nicht davon abhielt, den Abstand auf 2:4 zu verkürzen. Nun spielten die beiden dezimierten Teams ihr bestes Hockey und zeigten, dass die Regionalliga Ost durchaus attraktives Eishockey bieten kann. Vor allem Roy Engler war wie entfesselt, schaffte er doch in der 54. Minute den 3:4 Anschluss, womit er die verbliebenen Teammitglieder anspornte. So war es dann Tony Backhaus, der nur wenige Sekunden später mit einem Nachschuss ins Netz den viel umjubelten 4:4-Ausgleich schoss. Doch natürlich spielten die Preussen auch noch mit und kamen immer wieder brandgefährlich auf das Tor von Marcus Werner zu, welcher solide aber nicht überragend spielte. So geschah es dann auch, dass die Berliner mithilfe von Felix Braun und nur knapp drei Minuten vor Schluss erneut in Führung gingen. Die Crimmitschauer kamen zwar noch mehrfach gefährlich nah ans Tor der Gegner heran, konnten aber leider keine weiteren Treffer erzielen.

 

So verloren die Outlaws erneut knapp und nach großem Kampf mit 4:5 gegen den ungeschlagenen Tabellenführer. Mit so einer Leistung gehört der Schiedsrichter/Schiedsrichterobmann längst hinter einen Bürotisch und nicht auf's Eis. Wer weiß wie so ein Spiel mit einem soliden und durchsetzungsfähigen Schiedsrichtergespann, dem die Regeln geläufig sind, verlaufen wäre.

ECC Preussen Berlin - Outlaws Crimmitschau 5:4 (2:0, 2:1, 1:3)

Outlaws:

Werner (Fengler) - Müller, Buschmann; Quietzsch, Gruß; Mühlig - Maaßen, Engler, Seidl; Luckner, Löbel, Rudolph; Hered, Donath-Franke, Backhaus - Trainer: Matthias Kunz

 

Tore:

1:0 (05:14) Vincent Giovanni Scardino (Felix Braun, Rick Giermann)

2:0 (19:51) Nico Jentzsch (Robin Niedermeier)

3:0 (35:30) Fabian Wagner

4:0 (36:06) Marcel Hermle (Rick Giermann) 

4:1 (36:36) Roy Engler (Marcus Maaßen) PP1

4:2 (41:39) Roy Engler (David Seidl, Marcus Maaßen) PP2

4:3 (53:46) Roy Engler (Marcus Maaßen, David Seidl)

4:4 (54:22) Tony Backhaus (Jan Gruß, Dustin Hered)

5:4 (57:06) Felix Braun 

TABELLE 2016/17

Staffel 1
1 Outlaws 24
2.
EHC Erfurt 1b 18
3 ESV Halle 1b 15
3 Dresden Devils 13
5. Kojoten Erfurt 3
6 Leipziger EC 2
     
Stand: 02.02.2017
 

NÄCHSTES SPIEL

So., 19.02.2017 - 18:30Uhr

Kunsteisstadion im Sahnpark

Outlaws     
vs.
      
:

Leipziger EC

   

LETZTES SPIEL

So., 29.01.2017 - 15:30Uhr

Kunsteisstadion im Sahnpark

Outlaws   
vs.
      
:

Dresden Devils